Dienstag, 14. September 2010

RWE kassiert angeblich zu viel

Der Stromkonzern RWE hat durch seine Strompreiserhöhung im August angeblich 100 Millionen Euro zu viel von seinen Kunden kassiert.
Das geht aus einem Gutachten für die Grünen hervor, das den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Dienstagsausgaben) vorliegt. RWE verlangt demnach seit 1. August netto 1,5 Cent und mit Mehrwertsteuer 1,79 Cent je Kilowattstunde mehr, was der Konzern mit gestiegenen Strom-Beschaffungskosten und der seit Januar erhöhten EEG-Umlage begründe. “Die zum Jahresbeginn 2010 gestiegene EEG-Umlage rechtfertigt nur eine Erhöhung um 0,7 Cent je Kilowattstunde”, schreibt hingegen der Autor des Gutachtens, der Energiewirtschaftler Gunnar Harms. Gestiegene Beschaffungskosten als Grund seien “nicht nachvollziehbar”, aufgrund der gesunkenen Börsenpreise sei im Gegenteil eine Preissenkung um knapp ein Cent je Kilowattstunde “angemessen” gewesen.
Ein Sprecher der RWE Vertrieb AG begründete den Preisanstieg vor allem damit, dass RWE die erhöhte EEG-Zulage bislang nicht berechnet habe und nun nachziehe. Demnach verlangt RWE nun erst einmal die doppelte Erhöhung der EEG-Zulage, um das vorgestreckte Geld wieder einzuholen. “Die Aussagen von RWE klingen nicht plausibel”, sagte die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Bärbel Höhn, den Zeitungen. “Wenn das so wäre, hätten sie bereits eine Strompreissenkung zu Anfang des nächsten Jahres ankündigen müssen.”
RWE, über dts Nachrichtenagentur

Wohnungsunternehmen managen Energie- und Nebenkosten schlecht

Die Energie- und Nebenkosten sind ein Ärgernis. Für die Mieter weil sie zur zweiten Miete geworden sind. Für die Vermieter, weil weitere Preissteigerungen die Spielräume für Mieterhöhungen einschränken.
In die sowieso heftig geführte Diskussion kommt jetzt neuer Zündstoff: die Bildzeitung berichtet unter Berufung auf die Klimaschutz-Beratung "co2online", dass die Mieter zuviel für Energie- und Nebenkosten zahlen.
Demnach ergab eine Untersuchung von Stichproben aus 12.500 Wohneinheiten, dass Vermieter von Wohnungen mit Zentralheizung jährlich insgesamt 2,4 Milliarden Euro Heizkosten zu viel abrechnen. Pro Haushalt entspreche dies einem Betrag von 160 Euro, die zu viel gezahlt werden. 120 Euro werden laut Bericht durch den Einkauf von überteuertem Öl, Gas und Fernwärme verschwendet, 40 Euro zu viel durch zu hohe Kosten für Ablesedienste, Betriebsstrom und Wartung ausgegeben. Betroffen seien rund 15 Millionen Wohnungen mit Zentralheizung.
“Verantwortlich für den Brennstoffkauf und die Heiznebenkosten sind die Vermieter. Die sind häufig wenig informiert und kaum motiviert, die Kosten günstig zu halten, weil sie die Ausgaben direkt an die Mieter weitergeben”, sagte co2online-Geschäftsführer Dr. Johannes Hengstenberg. Mieter können sich aber laut Bericht gegen die überzogene Kostenbelastung wehren und sich dabei auf das so genannte “Wirtschaftlichkeitsgebot” im Bürgerlichen Gesetzbuch berufen, das Mieter vor unverhältnismäßigen und überflüssigen Kosten bewahren soll. Sobald ein Mieter konkret darlege, dass andere Anbieter deutlich preiswerter sind, als die vom Vermieter gewählten, kann er die Zahlung verweigern. Unter lasse sich außerdem ein kostenloses Heizgutachten anfordern, das konkrete Einsparpotentiale aufzeige und vom Bundesumweltministerium gefördert wird.
Für die Immobilienunternehmen sind solche provokanten Themen nicht ohne Risiko. Schliesslich kann man sehr schnell ins "Gerede kommen" und die gute Kundenbeziehung zu den Mietern kann leiden.
Durch die anhaltende politische Diskussion über Klimaschutz und neue Energien werden die Immobilienunternehmen neue Wege finden müssen, sich zu positionieren. Eine reine  Verwaltung und Umlage der Energie- und Nebenkosten wird für die Zukunft nicht mehr reichen. Die Immobilienunternehmen werden ein echtes Betriebskosten-Management einführen müssen. Dazu sind zukunftsgerichtete Strategien zu entwickeln und konkrete Projekte zu planen.
Interessant ist auch die These, dass die jetzt noch zentrale Stromversorgung durch Groß- Kraftwerke zunehmend durch kleinere, leistungsfähige und vor allen Dingen dezentrale Versorgungsstrukturen ersetzt werden. Hier müssen die Immobilienunternehmen Konzepte für die Zukunft entwickeln. Es ist an der Zeit, Immobilien spezifische Strategien zu entwickeln und diese mit den Strategien der grossen Energieversorger abzustimmen.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Sachkosten-Management rettet Geld

Unter dieses Motto stellt Dr. Schmidt & Collegen die neue Methode des Sachkosten-Management.

Die Besonderheit des Ansatzes besteht darin, die strukturellen Aspekte neuer Bedarfs- und Nutzungskonzepte mit den operativen Effekten des professionellen Einkaufs zu verbinden.

Dieser Blog soll als Einladung an alle Geschäftsleitungsmitglieder, Finanzer, Controller und Einkäufer verstanden werden, eine intensive Diskussion über das neue Thema zu führen.